Gut geschützt durch den Winter!

Nicht nur Weihnachtsgeschenke werden langsam aber sicher verpackt – auch die Lieblinge im Garten bekommen nun wärmende sowie schicke Umhüllungen verpasst, damit sie den Winter unbeschadet überstehen.

Es gibt keine allgemeine Regel, wie viel Frost eine Pflanze verträgt – vielmehr führen viele unterschiedliche Maßnahmen zum richtigen Überwintern Ihrer Pflanzen. Jetzt ist die optimale Zeit, sich diesen wichtigen Vorbereitungen zu widmen.

ROSEN
Rosen müssen im Bereich der frostempfindlichen Veredelungsstelle geschützt werden.
Dazu schaufeln Sie einen ca. 20 cm hohen Haufen aus Gartenerde oder Kompost um die unteren Zweige an. Achten Sie darauf, dass die Veredelungsstelle gut abgedeckt ist. Als Kronenschutz aller Rosenarten dient am besten luft- und feuchtigkeitsdurchlässiges Material wie Wintervlies oder Jutegewebe. Sie können aber auch ganz traditionell mit Tannenreisig arbeiten, welches Sie zwischen die Zweige stecken.

Topf- und Kübelrosen überwintern am besten im Haus an einem kühlen Ort. Ist das nicht möglich, kann die Rose auch nah an der Hauswand oder in einem geschützten Eck überwintern. Umwickeln Sie den Topf mit Noppenfolie und anschließend z.B. mit einer Jutematte. Achten Sie darauf, dass beim Gießen an frostfreien Tagen überschüssiges Wasser gut abfließen kann.


IMMERGRüNES
Immergrüne Sträucher wie z.B. Buchs (Buxus) oder Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus) müssen auch im Winter gegossen werden. Was sich bei Frost extrem schwierig gestaltet. Gießen Sie vor dem ersten Frost den Wurzelballen kräftig und bedecken die Erde anschließend mit Rindenmulch. An frostfreien Tagen können Sie immer mal wieder wässern. Wenn sich die Blätter einrollen, ist das ein Zeichen von Wassermangel.


BäUME
Erste wichtige Regel: Schneiden Sie Baumkronen erst im Frühjahr zurück. Folien sind für den Schutz von Kronen ungeeignet, da sich darunter Kondenswasser bildet und sich die Wärme staut. Die Stämme von Jungbäumen und Obstgehölzen sollten vor Frost geschützt werden, um Frostrisse zu vermeiden. Dafür bieten sich Kokos- oder Strohmatten an. Auch ein Kalkanstrich ist empfehlenswert. Die weiße Farbe reflektiert das Sonnenlicht. Somit wird verhindert, dass sich die Rinde zu sehr erhitzt und dadurch Frostrisse entstehen. Als Insektenschutz können zusätzlich Leimringe angebracht werden.


KüBEL- UND TOPFPFLANZEN
Kübelpflanzen, die im Winter nicht in Haus oder Garage umziehen, können durch verschiedene Maßnahmen, sogar durchaus dekorativ, verpackt werden – und somit über den Winter einen geschützten Platz vor der Haustür oder auf dem Balkon einnehmen. Sie können Kokosmatten oder Jute-Filz verwenden, um das Gefäß in einer ersten Schicht zu isolieren. Anschließend umwickeln Sie alles nochmals mit Rindenholz- oder Weidematten. Sehr ansprechend wirken Jute-Übertöpfe, die mit einem hübschen Band oder Kordel verknotet nicht nur schick aussehen, sondern auch entsprechend windgeschützt sind. Stellen Sie den Topf zusätzlich noch auf z.B. eine Styroporplatte, um ihn gegen Bodenfrost zu schützen. An frostfreien Tagen kann auch im Winter gegossen werden.


WURZEL / JUNGPFLANZEN
Pflanzen, die Sie erst kürzlich im Herbst gesetzt haben, konnten noch kein stabiles Wurzelwerk bilden, um sicher über den Winter zu kommen. Hier ist es wichtig, zum einen größere Pflanzen mit einem Stützpfahl vor ungemütlichen Winden zu sichern und Stämme mit Isolationsmaterial zu umwickeln. Zum anderen sollten Kokosscheiben oder Kokosmatten zum Einsatz kommen, die um die Pflanze direkt auf den Boden gelegt werden. Darüber häufen Sie zusätzlich eine dicke Schicht Herbstlaub an.

 

Nicht alle genannten Sorten sind dauerhaft im Gartencenter erhältlich. Wir helfen gerne bei der Auswahl.